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"An was orientieren sich Jugendliche heute?"
Tagung für Multiplikatoren in der Jugendarbeit

Wie beschreibt die Jugendforschung die Lebenssituation Jugendlicher heute? Welche Bilder gibt es von jugendlichen Lebensstilen und deren Verankerung in der Gesellschaft?
Diese und ähnliche Inhalte sind immer wieder Gegenstand von Tagungen, die wir in Kooperation mit der Akademie Arnoldshain und dem Fachbereich Kinder- und Jugendarbeit im Zentrum Bildung der EKHN für Multiplikatoren der Jugendarbeit organisieren.

Die Tagung in diesem Jahr zur Selbstwahrnehmung Jugendlicher setzte sich auseinander mit der Frage: An was orientieren sich Jugendliche heute?
Zu den vier Bereichen, die untersucht wurden gehörten die Orientierung an der Familie und den Erwachsenen im Umfeld, die Orientierung an Peer-groups und Jugendszenen, die Orientierung an Medien und Internet und die Auseinandersetzung mit Geschlechterfragen.

Ein Beitrag, der zu intensiven Diskussionen anregte war ein Vortrag von Prof. Dr. Thomas Ziehe "Nähe zu den Eltern, Abstand zur Erwachsenenwelt - Jugendliche und ihre Eigenwelten" Er beschreibt, dass Jugendliche heute in eine Alltagskultur eingebunden sind in der Populärkultur zur primären Welt geworden ist (Gute Zeiten-Schlechte Zeiten, H&M, Handy, Love Parade, Chat-Rooms, Chill-out-Musik...)
Sie bauen hier Parallelwelten zu Eltern und Institutionen auf und diese treten sozialisatorisch an die Stelle von Traditionen und kulturellen Überlieferungen.
Schule und politische Bildung will und muss nach wie vor Elemente der Hochkultur und des klassischen Bildungskanons vermitteln, so dass Lehrkräfte, Erzieher und Pädagogen in schulischer und außerschulischer Bildung vor großen Herausforderungen stehen.
Diese und ähnliche Debatten um den Stellenwert von Bildung und gesellschaftlichem Engagement wird von uns auf weiteren Veranstaltungen und in der konzeptionellen Begleitung von Multiplikatoren der Jugendarbeit intensiv verfolgt.

Weitere Informationen bei Michael Grunewald,

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