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11.10.2015
Europäischer Arbeitsmarkt

Zentrale Themen der EU Arbeitsmarktpolitik


Arbeiten oder Studieren – ganz oder für einen begrenzten Zeitraum – gehört für immer mehr EU Bürgerinnen und Bürger zur Realität. Ermöglicht wird dies durch den Gemeinsamen Markt der Europäischen Union. Der Gemeinsame Markt erlaubt den freien Verkehr von Waren und Kapital, aber eben auch von Dienstleistungen und Personen innerhalb der EU. Durch die Möglichkeit sich frei in der EU zu bewegen, haben  EU – Bürgerinnen und Bürger auch das Recht, in jedem Mitgliedsstaat eine Arbeit aufzunehmen und ihre Dienstleistungen anzubieten (Arbeitnehmerfreizügigkeit). Diese Arbeitnehmerfreizügigkeit bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen. Aufgabe der EU ist es hier dafür Sorge zu tragen, dass beispielsweise Lohndumping und eine Absenkung von Arbeitsstandards untersagt wird. Denn niedrige Löhne und niedrige Schutzstandards dürfen nicht zu einem Wettbewerbsvorteil werden. Hier besteht noch Nachhol- und Handlungsbedarf auf Seiten der EU.

Beispiel: Entsenderichtlinie
Ein „entsandter Arbeitnehmer“ ist eine Person, die von ihrem Arbeitgeber in ein anderes EU-Land geschickt wird, um dort während eines begrenzten Zeitraums eine Dienstleistung zu erbringen. Im Jahr 2014 wurden gut 255.000 Deutsche von ihren Arbeitgeber*innen in ein anderes EU- Land zum Arbeiten entsendet. Die meisten waren nach ihrer Entsendung in den Niederlanden (13 %), Österreich (11,6%) und Frankreich (10,1 %) tätig. Deutschland belegt bei der Entsendung von Arbeitnehmer*innen somit EU-weit den 2. Platz. Umgekehrt wurden knapp 415.000 EU Bürgerinnen und Bürger nach Deutschland zum Arbeiten entsendet. Deutschland ist demnach das EU-Land in das am meisten Arbeitskräfte entsendet werden. Die meisten dieser entsandten Arbeitskräfte sind im Baugewerbe (31,6 %) und im sozialen Bereich (20,7 %) tätig. Aus dem Nachbarland Polen entstammten 2014 die meisten entsendeten Arbeitskräfte (36,5%), gefolgt von Slowenien (12,1%) und Ungarn (8,9%). Bei der Entsendung von Arbeitnehmer*innen hat die EU eine Reihe von Regelungen erlassen, um „Sozialdumping“ innerhalb der EU zu verhindern. So gibt die EU beispielsweise Mindestentgeltsätze, Höchstarbeitszeiten und Mindestruhezeiten, bezahlten Mindestjahresurlaub und Bestimmungen zu Sicherheit, Gesundheitsschutz und Hygiene am Arbeitsplatz vor. Auch die Gleichbehandlung von Frauen und Männern spielt eine große Rolle. Da die aktuellen Bestimmungen in der Praxis noch nicht ausreichen, um „Sozialdumping“ und unfairen Wettbewerb zu unterbinden, wird die Richtlinie aktuell überarbeitet.



03.11.2016
Europäischer Arbeitsmarkt

KWA fordert klares Bekenntnis der EKD-Synode zur Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU

Angesichts des anhaltenden EU-Krisenmanagements treten sozial- und arbeitsmarktpolitische Themen in der Debatte um ein solidarisches Europa in den Hintergrund. Link



24.06.2016
Europäischer Arbeitsmarkt

Britisches EU-Referendum: „Trotz Brexit Gemeinschaftssinn neu beleben“. Volker Jung sieht auch Europas Kirchen in der Pflicht

Darmstadt, 24. Juni 2016. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, hat die Entscheidung der Briten bedauert, aus der EU auszutreten. Link



20.06.2016
Europäischer Arbeitsmarkt

Beziehungsstatus: „Es ist kompliziert“ – das Vereinigte Königreich und die Europäische Union

Wenn die Briten am 23. Juni 2016 über einen Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union abstimmen, ist dies Ausdruck einer komplizierten Partnerschaft. Denn von Anfang an gestaltete sich die Beziehung schwierig. Link



31.05.2016
Europäischer Arbeitsmarkt

Bloggen über Europa

Ev. Verband Kirche, Wirtschaft, Arbeitswelt (KWA) lädt zu Diskussion über Europa ein. Link



09.05.2016
Arbeit & Soziales

Neue Mitarbeiterin im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung

Die Politikwissenschaftlerin Dr. Julia Dinkel verstärkt das Referat Arbeit und Soziales im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN. Ihre Arbeitsschwerpunkte:Europäischer Arbeitsmarkt und berufliche Jugendbildung. Link



11.10.2015
Europäischer Arbeitsmarkt

Zentrale Themen der EU Arbeitsmarktpolitik

Arbeiten oder Studieren – ganz oder für einen begrenzten Zeitraum – gehört für immer mehr EU Bürgerinnen und Bürger zur Realität. Ermöglicht wird dies durch den Gemeinsamen Markt der Europäischen Union. Der Gemeinsame Markt... Link



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