08.07.2021
Grüner Hahn

Der Grüne Hahn

Der Traum von einer Kirchengemeinde, in der umweltfreundliches und nachhaltiges Handeln alltäglich gelebt wird…

•    Wo man bewusst mit Energie, Wasser und anderen Ressourcen umgeht.

•    Wo Pflanzen und Tiere ihren Platz finden.

•    Wo die Kirchenmitglieder gern zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Gottesdienst kommen.

•    Wo beim Einkauf auf ökologische und faire Lebensmittel und Produkte geachtet wird.

•    Wo kreative Ideen umgesetzt werden, wie man das Leben noch nachhaltiger gestalten könnte.

… kann Schritt für Schritt in Erfüllung gehen!

Das kirchliche Umweltmanagement „Der Grüne Hahn“ hilft dabei.

Folgende Ziele können durch die schrittweise Veränderung des kirchlichen Handelns hin zu mehr Nachhaltigkeit erreicht werden*:

-    bis zu 10% weniger Restmüll
-    bis zu 20% weniger Wasserverbrauch
-    bis zu 30% weniger Wärmeenergieverbrauch (Heizung)
-    bis zu 40% weniger Stromverbrauch
*nach Erfahrungen der ev. Landeskirchen in Baden und Bayern, in denen der „Grüne Hahn“ bereits seit vielen Jahren etabliert ist.

Wird der Verbrauch von Energie und Wasser reduziert, sinken in der Regel auch die Kosten, so dass mehr Geld für andere Aktivitäten der Kirchengemeinde übrig bleibt.

Übrigens kann der Grüne Hahn nicht nur von Kirchengemeinden sondern auch von kirchlichen Einrichtungen – z.B. Tagungshäusern, Dekanaten und Kindertagesstätten – eingeführt werden.

Was ist der „Grüne Hahn“?


Der Grüne Hahn ist ein System, mit dem man die Umweltauswirkungen in einer Kirchengemeinde oder kirchlichen Einrichtung erfassen, bewerten und reduzieren kann. Durch gemeinsam festgelegte Ziele, verbunden mit klaren Zuständigkeiten, werden stetige Verbesserungen erreicht, z.B. beim Verbrauch von Energie und Wasser, bei den Außenanlagen oder beim Einkauf. Dafür wird die Gemeinde mit dem Zertifikat „Grüner Hahn“ ausgezeichnet.

In 10 Schritten zum Grünen Hahn


1.    Sie nehmen Kontakt mit der Referentin für Klimaschutz des ZGV auf. Auf Wunsch kommt sie in Ihre Kirchengemeinde, um den Grünen Hahn vorzustellen.

2.    Ihr Kirchenvorstand beschließt, das Umweltmanagement in der Kirchengemeinde einzuführen. Ein Umweltteam wird gegründet.

3.    Das ZGV benennt eine*n Umweltauditor*in, der das Umweltteam bei allen weiteren Schritten begleitet.

4.    Mit einer Auftaktveranstaltung informieren Sie Ihre Kirchengemeinde.

5.    Das Umweltteam formuliert die Umweltleitlinien.

6.    Bestandsaufnahme: Beispielsweise wird der Heizenergie-, Strom- und Wasserverbrauch regelmäßig erfasst.

7.    Das Umweltprogramm wird erstellt mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen, einem Ablaufplan und der Aufgabenverteilung.

8.    Nach einigen Monaten werden die wichtigsten Ergebnisse in einem Umweltbericht veröffentlicht.

9.    Ein*e kirchliche*r Umweltrevisor*in überprüft die bisherigen Schritte vor Ort.

10.    Das Zertifikat „Der Grüne Hahn“ wird verliehen und ist für vier Jahre gültig.


Kirchliche Umweltauditor*innen

Kirchliche Umweltauditor*innen begleiten Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen auf dem Weg zum Zertifikat „Grüner Hahn“. Sie können auch ihre eigene Gemeinde bzw. Einrichtung im Prozess begleiten. Möchten Sie sich zur Kirchlichen Umweltauditorin bzw. zum Kirchlichen Umweltauditor qualifizieren? Wir veranstalten regelmäßig Fortbildungskurse. Sprechen Sie uns an!

Dabei sein!

Folgende Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen auf dem Gebiet der EKHN haben das Zertifikat „Grüner Hahn“ erhalten:

- Ev. Kirchengemeinde Alzey
- Ev. Kirchengemeinde Bad Schwalbach
- Ev. Christusgemeinde Dietzenbach
- Ev. Petrusgemeinde Darmstadt
- Ev. Kirchengemeinde Ballersbach
- VCH-Hotel Spenerhaus Frankfurt
- Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH (GEP)
- Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der EKHN
Viele weitere Gemeinden sowie Dekanatsverwaltungen und andere kirchliche Einrichtungen der EKHN sind gerade dabei, ein Umweltmanagement aufzubauen.
Informationen zum Grünen Hahn finden Sie auch in diesem Flyer.