Foto: Michael Grunewald


01.10.2020
Inklusion

Inklusion

Unser Verständnis von Inklusion geht weiter, als die  Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft. Inklusion  ist ein Menschenrecht und soll sicherstellen, dass alle Menschen zu  unserer Gesellschaft dazugehören und mit an der Gestaltung teilhaben  können. Unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht,  Religionszugehörigkeit oder aber körperlichen Besonderheiten.  Verschieden zu sein ist normal. Es gibt jedoch Hürden, die eine Teilhabe  inmitten unserer Gesellschaft erschweren oder verhindern.
Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Zugänge zu digitalen Kommunikationskanälen eine große Bedeutung haben. Inklusion muss ermöglichen, dass diese Zugänge dauerhaft und sicher von allen Menschen genutzt werden können. Die digitale Welt ist aber nicht frei von Hürden. Der achte Altersbericht der Bundesregierung beschreibt ein Teil dieser Hürden, die mit dem Alter zu erklären sind. Anzumerken ist, dass jede Altersgruppe keine homorgene Gruppe ist, sondern differenziert betrachtet werden muss.
Homeoffice und Homeschooling haben gezeigt, dass es aber noch weitaus andere Hürden gibt. Das verfügbare Einkommen spielt bei der technischen Ausstattung eine wesentliche Rolle.
Die oftmals verwendeten Begriffe wie “digital nativ” und “digital immigrant” , die suggerieren sollen, dass es Menschen gibt, die mit der digitalen Welt aufwachsen und sie damit auch besser verstehen (nativ) und es Menschen gibt, denen der Zugang erschwert ist, weil sie nicht mit der Digitalisierung groß geworden sind (immigrant), sind missverständlich, wie der Soziologe Jan-Hinrik Schmidt vom Hans-Bredow-Institut schon 2012 beschrieb.
Die  existierenden Hürden in der digitalen Welt können beseitigt werden. Wie  die Gesellschaft insgesamt haben auch wir als Kirche noch weite Wege vor  uns. Wir wollen die Wege aber ebenso wie die Ziele beschreiben. Dazu  ist es nötig zu schauen, wo digitale Technologien Zugänge ermöglichen,  erschweren oder verhindern. Diesen Blick wollen wir schärfen und uns als Kirche selber gleichzeitig auf den Weg machen, Zugänge und Nutzungsmöglichkeiten zu erweitern.



01.10.2020
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Michael Grunewald
Michael Grunewald
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Umwelt & Digitale Welt
Dipl. Soz. Michael Grunewald (*1959) Michael Grunewald absolvierte nach der Realschule 1976 – 1978  eine Ausbildung zum Betriebsschlosser bei der Adam Opel AG. Schon während der Ausbildung wurde er zum Interessenvertreter der Jugendlichen gewählt. Dieser Tätigkeit ging er in Vollzeit bis 1982 nach, bevor er seinen Wehrdienst ableistete. 1984 besuchte er die Akademie der Arbeit an der Universität Frankfurt, deren 50. Lehrgang er 1985 abschloss. Gepackt von der Möglichkeit, gesellschaftliche Veränderungsprozesse zu erfassen und Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, holte er auf dem Hessenkolleg Frankfurt 1987 – 1989 sein Abitur nach, um ab 1990 Soziologie und Pädagogik sowie Psychoanalyse zu studieren.  Noch bevor er sein Studium 1997 beendet hatte, begann er in einer offenen Jugendeinrichtung der Arbeitsgemeinschaft außerschulische Bildung e.V. in Frankfurt am Main damit, Bildungsprozesse bei Jugendlichen professionell zu begleiten.  Von 1996 – 2006 war er nebenberuflich als Privatdozent an der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design für den Bereich der sozial-ökologischen Bildung verantwortlich. 2001 wechselte er, zuerst mit halber Stelle, in das heutige Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung, um als Beauftragter für Jugendbildung zu wirken.
Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Begleitung von Bildungsprozessen bei Jugendlichen, vor allem im Bereich des sozialen Lernens und der Erlangung von Kompetenzen im Zeitalter digitaler Medien. Er ist seit 2004 ehrenamtlicher Jugendschutzsachverständiger bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) in Berlin.


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