Teilnehmende und Referenten der Fortbildung auf der Ebernburg. Foto: Ev. Kirche der Pfalz


24.11.2015
Grüner Hahn

Kompetenz in Sachen Klimaschutz Erster Fortbildungskurs zum kirchlichen Umweltauditor gestartet


Mainz, November 2015. Im November startete das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung den ersten Kurs für die Ausbildung kirchlicher Umweltauditorinnen und Umweltauditoren in der EKHN. Sie werden dazu qualifiziert, die Einführung des Umweltmanagementsystems „Grüner Hahn“ in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen zu begleiten. Die Einführung des „Grünen Hahns“ ist Bestandteil des integrierten Klimaschutzkonzepts der EKHN.
„Wir freuen uns, dass wir gleich für den ersten Kurs elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der EKHN gewinnen konnten“ sagt Kathrin Saudhof, Klimaschutzmanagerin im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung. Sie nimmt selbst an dem Kurs teil, um das Umweltmanagement im eigenen Zentrum einführen zu können. Die weiteren Teilnehmenden kommen aus Kirchengemeinden der Dekanate Biedenkopf, Darmstadt, Runkel, Bad Schwalbach sowie Vorderer Odenwald. Außerdem sind Vertreterinnen der EKHN-Tagungshäuser dabei und Peter Tampe, der zweite EKHN-Klimaschutzmanager, dessen Arbeitsschwerpunkt das Energiecontrolling ist.

Die Fortbildung wird zusammen mit der Evangelischen Kirche der Pfalz veranstaltet, die mit Bärbel Schäfer von der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt sowie Dipl.-Ing. Carl-Ludwig Krüger zwei erfahrene Fachreferenten stellt. Für das erste Wochenende traf man sich auf der Ebernburg in Bad Münster am Stein. Im Verlauf eines Jahres absolvieren die Teilnehmenden insgesamt fünf Schulungseinheiten. Dabei erwerben sie Fachwissen über die verschiedenen Bausteine des Umweltmanagements auf der Grundlage der EU-Norm EMAS („Umwelt-Audit“). Außerdem erhalten sie einen Überblick über sinnvolle Maßnahmen zur Einsparung von Energie und anderer Ressourcen, zum Einsatz Erneuerbarer Energien, zur umweltfreundlichen Außengestaltung und zum nachhaltigen Einkauf. Schließlich werden praktische Tipps zur Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit gegeben sowie zur Arbeit in und mit Gremien. Ein wesentlicher Bestandteil der Fortbildung ist der Praxisteil: die Teilnehmenden begleiten jeweils eine Kirchengemeinde bzw. Einrichtung bei der Zertifizierung zum „Grünen Hahn“.

Interessenten an der Fortbildung zum kirchlichen Umweltauditor und am „Grünen Hahn“ können mit Kathrin Saudhof (Tel. 06131-2874452, E-Mail k.saudhof@zgv.info) Kontakt aufnehmen. Weitere Informationen gibt es auf www.zgv.info.

Hintergrund
Im Mai 2012 hat die Synode der EKHN das integrierte Klimaschutzkonzept beschlossen. Es soll dazu beitragen, bis 2020 40% der CO2 Emissionen zu reduzieren. Im ersten Schritt wurde eine CO2-Bilanz für Immobilien, Mobilität und Beschaffung erstellt. In einem zweiten Schritt wurden Maßnahmen entwickelt, um das geplante Ziel zu erreichen. Dazu gehören: Umstellung auf Ökostrom, das Energiecontrolling, die Einführung eines Umweltmanagementsystems in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen sowie z.B. die Anschaffung verbrauchsarmer Geräte und Vorgaben zur Anschaffung von Dienstwagen.