Laut Umweltbundesamt landen jährlich 30 Millionen Tonnen Plasikmüll im Meer. Foto: ZGV


29.04.2016
Nachhaltigkeit

Plastiktüten werden kostenpflichtig

Die Umweltbeauftragten der evangelischen Landeskirchen begrüßen die Vereinbarung zwischen dem Bundesumweltministerium und dem Handelsverband Deutschland

Ab 1. Juli 2016 müssen Kundinnen und Kunden künftig für Plastiktüten bezahlen. Darauf einigten sich das Bundesumweltministerium und der Handelsverband Deutschland. In den nächsten zwei Jahren sollen 80% der Plastiktüten im Einzelhandel kostenpflichtig werden. Damit soll bis 2025 soll eine EU-Richtlinie umgesetzt werden, die eine Reduktion auf 40 Tüten pro Einwohner im Jahr vorsieht.

Die Umweltbeauftragten der evangelischen Landeskirchen begrüßen diese Vereinbarung. Das sei längst überfällig, sagte Pfarrer Dr. Hubert Meisinger, Referent für Umweltfragen im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN während der Jahrestagung der Umweltbeauftragten auf der Insel Vilm und rief dazu auf, Einkaufstaschen zu verwenden. Erdöl sei viel zu kostbar, um es für Wegwerftüten zu verwenden.

Darüber hinaus müllt Plastik die Meere zu und macht drei Viertel des Abfalls dort aus. 30 Millionen Tonnen Plastik landen nach Angaben des Umweltbundesamts weltweit jährlich im Meer. Die Menge summiert sich kontinuierlich, weil Plastik bis zu 500 Jahre braucht, um wirklich zu zerfallen. In Europa werden Jahr für Jahr Millionen Tonnen Plastik ganz selbstverständlich nach einmaligem Gebrauch weggeworfen.
Margit Befurt