v.l.n.r.: Beate Jauch-Grimm (KV-vorsitzende), Samuel Schabel (Umweltbeauftragter), Kathrin Saudhof (ZGV), Pfarrer Stefan Hucke. Foto: Dorothea Birkner, Samuel Schabel


07.10.2020
Grüner Hahn

Evangelische Petrusgemeinde in Darmstadt erhält das Siegel „Der Grüne Hahn"

Am Sonntag, 4.10.2020 wurde die Evangelischen Petrusgemeinde in Bessungen mit dem kirchlichen Umweltsiegel „Grüner Hahn“ ausgezeichnet.

In der Petrusgemeinde hat der aus zehn Personen bestehende Nachhaltigkeits-Ausschuss im Jahr 2016 die Aufgabe übernommen, die Zertifizierung vorzubereiten. Hierfür war eine Vielzahl von „Checklisten“ zu bearbeiten, die auch Bereiche betrafen, die man nicht sofort mit einem Umweltmanagement in Verbindung bringt, so z. B. Vorgaben des Arbeits- und Unfallschutzes.

In einer umfänglichen Bestandsaufnahme haben sie ermittelt, welche Ressourcen die Petrusgemeinde verbraucht. Die Daten werden nun fortgeschrieben und müssen immer neu bewertet werden.

Folgende Projekte hat der Nachhaltigkeits-Ausschuss bereits umgesetzt:

  • Auf dem Kirchengelände wurden in Zusammenarbeit mit dem NABU Nistkästen für ein Falkenpaar, Mauersegler, Fledermäuse und Singvögel angebracht.
  • Ein Imkerehepaar hat fünf Bienenvölker an der Bessunger Kirche angesiedelt.
  • Bei Gemeindeveranstaltungen wird zusätzlich zu Mineralwasser aus Flaschen nun Leitungswasser in Krügen angeboten.
  • Die Fahrradständeranlage wurde vergrößert.

 

In Planung sind:

  • Umweltpädagogische Projekttage sind mit der Kindertagesstätte in Vorbereitung.
  • Durch moderne Heiztechnik und eine speziell auf den Bedarf der Kirche abgestimmte Steuerung soll der CO2 Ausstoß deutlich veringert werden. Kurzfristig ist angedacht, Gottesdienste im Januar und Februar in das Gemeindehaus zu verlegen.

 

Zum Grünen Hahn

Der „Grüne Hahn“ ist eine auf die Kirche zugeschnittene Umweltzertifizierung nach der EU-Norm EMAS. Die Umweltauswirkungen der jeweiligen Institution sollen dadurch schrittweise verbessert werden. Voraus geht die Erfassung aller Daten in den Bereichen Energie, Wasser, Einkauf, Abfall, Mobilität und Biodiversität.